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Exportmodule Religionswissenschaft

Prüfungsordnung 2009

Religion spielt eine immer bedeutendere Rolle in der Öffentlichkeit. Das kann seinen Ausdruck in der religiös konnotierte (Außen-) Politik des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, den Wahlerfolgen islamfeindlicher Parteien bspw. in den Niederlanden oder in die Diskussionen um einen Gottesbezug im Verfassungsvertrag für die Europäische Union finden. Darüber hinaus werden immer wieder Debatten über Modernisierungs- und Säkularisierungstheorien entfacht, bedingt durch eine Vielzahl von Ereignissen, wie den Terroranschlägen vom 11. September 2001 oder empirisch nachweisbaren Pluralisierungsprozessen im „religiösen Feld“ durch Migration und Individualisierung.

Der Wahlpflichtbereich ermöglicht es Ihnen, sich durch die Wahl der Module der Religionswissenschaft intensiver mit dem Faktor Religion auseinanderzusetzen und Kompetenzen in einem vor dem Hintergrund von Globalisierung und Pluralisierung für den gesellschaftlichen Bereich immer wichtiger werdenden Feld zu erwerben.
Die Religionswissenschaft in Hannover ist in einem sozial- und kulturwissenschaftlichen Kontext verortet: Einen besonderen Platz in Forschung und Lehre nimmt die Auseinandersetzung mit der religiösen Gegenwartskultur in Europa ein, insbesondere zum Islam und zu neuen religiösen Bewegungen.
Die drei von der Religionswissenschaft angebotenen Exportmodule führen zum einem in die Grundlagen der allgemeinen Religionsgeschichte ein (Exportmodul 1) und bieten die Möglichkeit einer Vertiefung der Kenntnisse im Bereich der europäischen Religionsgeschichte (Exportmodul 2). Zum anderen ist eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Theorien zum Gegenstand Religion und den unterschiedlichen Möglichkeiten ihrer Erforschung vorgesehen (Exportmodul 3).

Konkret geht es im „Einführung in die allgemeine Religionsgeschichte“, um die Vermittlung grundlegender Daten, Fakten und Begriffe aus den Bereichen: Hinduismus, Buddhismus und Islam oder Christentum und Judentum sowie einen allgemeinen Einblick in die Religionsgeschichte von den Anfängen bis heute. Ziel ist es, religiöse Vorstellungen in ihrer Breite und in ihren unterschiedlichen Entwürfen kennen zu lernen und eine Vergleichsbasis herzustellen, die es ermöglicht, die Charakteristika des religiösen Denkens in Europa kontrastiv stärker wahrnehmen zu können.

Im ,Europäische Religionsgeschichte“, wird die Breite der europäischen Religionsgeschichte behandelt. Dabei stehen neben autochtonen Religionen „importierte“ Religionen und ihre Inkulturation in Europa im Vordergrund (besonders: Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus). Ziel ist es u.a. den religiösen Pluralismus als Wesensmerkmal der europäischen Kulturgeschichte aufzuzeigen und die Fähigkeit zu entwickeln, die daraus entstehenden Konfliktlinien analysieren und Lösungsstrategien diskutieren zu können.

, „Geschichte und Theorien der Religionswissenschaft“, führt in die Geschichte und Theorien der sozial- und kulturwissenschaftlichen Religionswissenschaft ein. Ziel ist es, die Fähigkeit, über die Fragestellungen des Studienfaches in seinen verschiedenen Bestandteilen reflektieren zu können, zu vermitteln. Zudem sollen die nötigen Kenntnisse zum Umgang mit sozial-, kultur- und religionswissenschaftlichen Theorien und zur Geschichte dieser Theorien erlernt werden. Dabei steht das Verhältnis von Religion und Gesellschaft sowie Kultur im Vordergrund.

Jedes der Module hat einen Umfang von 10 Leistungspunkten und setzt sich aus zwei Lehrveranstaltungen zusammen. Sie können nach Interesse nur eins oder mehrere Module wählen. Wichtig ist zu bedenken, dass die Voraussetzung für die Wahl des Exportmoduls 2, das Studium von Exportmodul 1 ist.
Um einen fundierten Einblick in die Thematik zu bekommen, empfehlen wir den Studierenden der Politikwissenschaft alle drei Module und den Studierenden der Sozialwissenschaft zwei Module im Rahmen des Wahlpflichtbereichs zu wählen. Das hat zudem den Vorteil, dass Sie damit eine wichtige Voraussetzung für eine Bewerbung um einen Studienplatz im interdisziplinären Masterstudiengang Religion im kulturellen Kontext erwerben.

Prüfungsordnung bis 2009

Für den Wahlpflichtbereich im B.A. Politikwissenschaft und den B.A. Sozialwissenschaft wird das Einführungsmodul Religionsgeschichte angeboten. Das Modul besteht aus drei Lehrveranstaltungen, erstreckt sich über zwei Semester und umfasst 14 LP.

Belegt werden muss die Überblicksvorlesung Religionsgeschichte und je ein Grundkurs Hinduismus, Buddhismus, Islam sowie Judentum und Christentum (immer im Sommersemester).

Für den B.A. Politikwissenschaft wird zusätzlich das Modul Vertiefungsmodul Religionswissenschaft angeboten. Es umfasst 10 LP und zwei Lehrveranstaltungen, die frei aus dem zugeordneten Angebot gewählt werden können.