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17. Symposium der Studierenden der Religionswissenschaft

"Religionswissenschaft Reloaded"
Perspektiven im 21. Jahrhundert

Unter dem Titel “Religionswissenschaft Reloaded: Perspektiven im 21. Jahrhundert” werden vom 13.-16.5.2010 über 100 Studierende der Religionswissenschaft von Universitäten aus dem deutschsprachigen Raum an der Leibniz Universität Hannover zu gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeit und fachlichem Austausch zusammenkommen.
Das Symposium der Studierenden der Religionswissenschaft ist eine jährliche Veranstaltung, die seit 1994 an unterschiedlichen Universitäten von Studierenden für Studierende ausgetragen wird. Im Jahr 2010 wird das Symposium bereits zum zweiten Mal in Hannover stattfinden. Das viertägige Programm wird von Studierenden gestaltet. Sie halten dabei Vorträge und führen Workshops durch, bei denen die Teilnehmer/innen die Gelegenheit haben eigene wissenschaftliche Projekte vorzustellen und fachlich zu diskutieren. Die Förderung und Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie ein hochschulpolitischer und persönlicher Austausch stehen damit im Mittelpunkt der Veranstaltung. Außerdem unterstützt das Symposium die öffentliche Wahrnehmung des Faches Religionswissenschaft und ermöglicht durch einen  öffentlichen Vortragsabend die Einbindung von Interessierten in das Programm und Themenspektrum.

Inhaltlich setzt sich das Symposium im Jahr 2010 unter dem Motto „Religionswissenschaft Reloaded“ insbesondere mit der Positionierung der Religionswissenschaft und ihren Aufgaben im 21. Jahrhundert auseinander.
Seit Beginn der Disziplingeschichte zu Anfang des 20. Jahrhunderts hat es die Religionswissenschaft bislang nicht geschafft, sich im öffentlichen Diskurs als eigenständige, gesellschaftspolitisch relevante Wissenschaft zu etablieren.
Durch die Dynamik seines Untersuchungsgegenstandes „Religion(en)“ befindet sich auch das Fach in seinen Strukturen und Methoden in einem ständigen Transformationsprozess. Dies führt zwar zu innovativen Beiträgen und Arbeiten, hat die Religionswissenschaft jedoch auch oft in einen Ohnmachtszustand versetzt. Dabei hat sie durch ihren kulturwissenschaftlichen, fächerübergreifenden Ansatz zu gesellschaftspolitisch relevanten Themenfeldern wie Scientology, dem wachsenden „Fundamentalismus“ und religiös motivierte Gewalt, dem Tibetkonflikt, dem Nah-Ost-Konflikt oder den jüngsten Demonstrationen im Iran durchaus einen Beitrag zu leisten. Wie kann sich die Religionswissenschaft unter diesen Voraussetzungen im 21. Jahrhundert gesellschaftlich und universitär sinnvoll und öffentlichkeitswirksam positionieren? Neben dieser Frage soll auch die wachsende Bedeutung der Religionswissenschaft in gesellschaftlichen und interreligiösen Konflikten sowie ihre politische Instrumentalisierung thematisiert werden. Die Vorträge und Workshops des Symposiums spiegeln das breite Feld religionswissenschaftlicher Arbeit in ihrer Brisanz, Aktualität und Notwendigkeit wider. 

Unterstützung

Schirmherren der Veranstaltung sind

Edelgard Bulmahn und Stephan Weil.

Das Symposium wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des BMBF. 

 

 

 

Weiterhin danken wir dem ASTA Hannover und der Hanns-Lilje Stiftung sowie der Philosophischen Fakultät für Ihre Unterstützung.